Parque National Las Glaciares
Gletscher, Gletscher, Gletscher und nochmal Gletscher. Ich hätte mir das nicht so imposant vorgestellt. Aber erstmal ein Foto von der Weite Argentiniens. Wir sind zunächst 26 Stunden im Bus von El Bolsón nach Rio Gallegos gefahren und dann weitere 8 nach El Chaltén - und haben immer nur das gleiche aus dem Fenster gesehen. Berge und Wüste. Argentinien ist echt ein ziemlich ödes Land.
Die Wege um den Fitz Roy herum waren dafür echt wunderschön.
Am ersten Tag haben wir einen 7h Track zur Laguna Toro gemacht. Dieser Weg wurde uns von einem Ranger empfohlen, weil er einfach nicht so viel gegangen wird. Es hat sich auch wirklich gelohnt. Wir hatten wunderschönen Sonnenschein, einen tollen Blick auf den Fitz Roy und haben kaum Menschen getroffen.
Am zweiten Tag mussten wir die gleiche Strecke zurücklaufen und sind dann noch auf den nächsten Berg hoch. Dort kamen uns dann auch gegen Abend die Busladungen Japaner entgegen, die Tag für Tag in den Ort gebracht werden. An der Laguna Capri haben wir dann einen recht netten Platz zum Campen gefunden und sind in der Abendsonne noch schnell in den Bergsee gesprungen um mal ein bisschen sauber zu werden. Das war kalt!
Der dritte Tag war vom Wetter her ein wenig ungemütlicher, zwar sonnig aber kalt und windig. Wir sind mit dem Gepäck nur zum nächsten Zeltplatz hochgelaufen und sind von dort aus zunächst zu der Laguna Sucia und danach zu dem Gletscher Piedras Blancas "spaziert". Das war sehr schön weil auch die Wege wenig gelaufen werden und wir einen wunderschönen Gletscher zu sehen bekamen.
Den vierten Tag wollten wir eigentlich vor Sonnenaufgang beginnen und zum Lago de los tres hochklettern um dort den Sonnenaufgang anzusehen. Daraus wurde nichts. Da Jan erkältet war und wir beide in der Nacht nicht so gut schlafen konnten siegte die Müdigkeit als um 5h der Wecker klingelte. Trotz unseres um einige Stunden Verzögerten Aufbruchs waren wir doch unter den Ersten die am Morgen auf den Berg geklettert sind. Das war auch gut so, denn beim Abstieg kamen uns die Tourimassen entgegen. Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir mit Sack und Pack über den wenig frequentierten Weg an den Lagunas Mardre e Hija vorbei ins Tal zurück gelaufen.
Jetzt sind wir aucf Torres del Paine gespannt. Etwas mit Vorbehalt blicken wir dem Park schon entgegen, denn der ist einfach total touristisch ausgebaut. Man muss über 20Euro Eintritt bezahlen, dann sind die meisten Compingplätze im Park kostenpflichtig und wild campen ist verboten. Ausserdem gibt es im Park Shuttleservice und Hotels. Hm, wie das wohl wird. Wir versuchen das Beste daraus zu machen, obwohl wir für die weniger überlaufenden Strecken wohl keine Zeit haben werden.